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home · 1. Etappe: Überblick


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"Mit Feuer und Flamme für Leipzig" haben wir als Losung gewählt, denn wir wollen mit dieser Fahrt für die Austragung der Olympischen Spiele in Leipzig werben. Wir, das sind 24 Radenthusiasten. 23 sitzen im Sattel und Jochen am Steuer des Begleitfahrzeuges. Von ziemlich großem öffentlichen Interesse umgeben, rollen wir nach dem Startschuß am 21. April 2004 vom Chemnitzer Rathaus in einen warmen Frühsommertag hinaus. Unser Ziel heißt Athen. 13 Länder Europas sollen durchfahren werden. Vier davon werden in reichlich einer Woche in die EU aufgenommen. Deshalb steht die Tour auch im Zeichen der EU-Erweiterung.

Vor der Frauenkirche in Dresden verabschieden uns Stanislaw Tillich, (zu jener Zeit) Chef der Staatskanzlei, und der Schirmherr der Tour, MdB Peter Hettlich, mit dem Wunsch, daß der Radmarathon gelingen möge.

An den ersten 3 Tagen kommen wir nur langsam voran, denn wir müssen sehr viele Grußbotschaften sächsischer Städte und Gemeinden für die am Wege liegenden Partnerkommunen entgegennehmen (in Chemnitz für Ústi n.L. und Ljubljana, in Colditz für Roudnice n.L., in Leipzig für Brno und Travnik, in Oschatz für Trebic, in Meißen für Litomerice, in Coswig für Lovosice und für die Kamenzer Partnerstadt Kolin, in Dresden für Skopje, in Heidenau für Benešov n. Ploucnici, in Pirna für Decin, in Königstein für Trmice und in Bad Schandau für Ceska Kamenice).

Vier Wochen lang sitzen wir von morgens bis abends im Sattel. Straße folgt auf Straße, fremde Städte und Länder ziehen vorüber. Dennoch geht es immer weiter, tauchen stets wieder Wegweiser mit neuen Zielen auf. Nirgendwo ist ein Ende der Welt oder wenigstens Europas in Sicht.
Viele Etappen graben sich dauerhaft ins Gedächtnis ein. Zum Beispiel die von Triest/Italien nach Senj/Kroatien über 212 km, nach der wir trotz später Stunde zum Abendessen eingeladen werden. Oder die von Skodër nach Kukës (beides Albanien) mit 3000 Höhenmetern, die Hälfte davon im Regen absolviert. Zu allem Unglück überrascht uns in den Bergen die Dunkelheit. Nach unserer Ankunft findet mitten in der Nacht noch ein Empfang beim Bürgermeister statt.

Sonne, Wind und Regen sind unsere ständigen Begleiter. Eines Tags lernen wir sogar die Bora, den gefürchteten Sturmwind der Dalmatinischen Küste kennen. Einzelne Radler werden von Erkältungen und Durchfällen geplagt. Körperliche Belastung und psychischer Streß zehren an unseren Kräften, so daß die Nerven manchmal auch an Sonnentagen blank liegen.

Unsere Räder rollen dennoch bis vor die Tore der Akropolis. Mit deren Besteigung findet die 1. Etappe ihren krönenden Abschluß.